ehealth heisst für mich… und für Sie?
Fr, Feb 25, 2011
Gemäss Wikipedia (1) werden unter ehealth “Anwendungen elektronischer Medien im Rahmen der medizinischen Versorgung und anderer Gesundheitsdienstleistungen verstanden.” …“…,doch was der Begriff im Detail umfasst und welche Abgrenzungen es zu ähnlichen Begriffen gibt, unterliegt einer gewissen Variabilität.”
Das freut den kreativen Teil in mir. So lote ich den Freiraum aus und schaue, was mir Passendes zu “e” auf englisch in den Sinn kommt: electronic, empathic, ethical, empowering, encouraging, evolutionary,…
Ja, so stelle ich mir als Arzt / Psychiater ehealth vor: Mit Hilfe der elektronischen Medien Menschen unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse, Werte und Ziele zu Gesundheit zu befähigen / ermutigen und so zu einer konstruktiven Ko-Evolution von Individuum und Gesellschaft beizutragen. Ideen hierzu sind jederzeit willkommen…
Und was bedeutet ehealth für Sie?


eHealth ist für mich als Patient das Privileg, ein vernetztes Gesundheitssystem zu nutzen, wo adminstrative und medizinische Prozesse fliessend dafür sorgen, dass ich als Patient und (Teil-)Finanzierer des Systems mit meinen Bedürfnissen im Mittelpunt stehn darf.
eHealth bedeutet für mich eine ähnliche Herausforderung wie die neuen Medien im Bildungsbereich: Statt z.B. Handys im Unterricht ausschliesslich zu verbieten, sollten diese partiell in didaktische Konzepte integriert werden. Ebenso sollten die Möglichkeiten vom Web 2.0 in Betreuungs- und Begleitungskonzeptionen des Gesundheitswesens ihren Stellenwert bekommen. Zur Erfahrungswelt von Jugendlichen sowie von Menschen mit gesundheitlichen Problemstellungen gehört längst die Welt von social media. Wir müssen Beiträge leisten, damit weder der Bildungs- noch der Gesundheitsbereich immer mehr Energie investiert, um diese Lebenswelt auszuschliessen.